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Fragen und Antworten zu Energiethemen Dieser Beitrag darf – mit Quellenangabe – gerne zitiert werden. Juli 2009 Antwort:
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Wo Flüsse ins Meer münden, trifft Süßwasser und Salzwasser zusammen.
Lässt man das Süßwasser durch eine halbdurchlässige Membran strömen,
bevor es sich mit dem Meerwasser vermischt, tritt ein so genannter
osmotischer Druck auf. Dieser kann genutzt werden, um eine Turbine
anzutreiben.
Nach den Publikationen des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik [1] beträgt bei normaler Salzkonzentration des Meerwassers (rund 3,5 %) der osmotische Druck theoretisch 2,7 MPa. Multipliziert man das mit der globalen jährlichen Wasserzirkulation zwischen Meer und Festland von 40 000 km³/a [2], so ergibt sich ein natürliches Energiepotenzial von 108 Exajoule/Jahr oder 30 PWh/a, oder ein Fünftel des angenommenen Menschheits-Energiebedarfs von 150 PWh/a [2]. |
Nutzungstechnische und ökologische Einschränkungen lassen sich noch kaum
abschätzen, so dass die geophysikalische Nutzungsgrenze (in der Terminologie
von [2]) unbekannt bleibt. In Anbetracht ihres begrenzten natürlichen
Energiepotenzials kann jedenfalls auch die Osmoseenergie nur einen
Teilbeitrag an die Energieversorgung der Menschheit leisten.
Die geografischen Einsatzorte von Osmosekraftwerken sind, wie bei der Gezeitenenergie, hauptsächlich Flussmündungen. Die Möglichkeit zur Nutzung von Osmoseenergie ist, wie die Wasserkraft, dem globalen Wasserkreislauf zu verdanken, der letztlich durch die Solarstrahlung angetrieben wird. [1] |