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Fragen und Antworten zu Energiethemen Dieser Beitrag darf – mit Quellenangabe – gerne zitiert werden. November 2008 Antwort:
a) Informatik Die Fortschritte in der Informatik sind darauf zurückzuführen, dass es in den letzten Jahrzehnten gelungen ist, die gleiche Informationsmenge auf immer kleinerem Volumen zu verarbeiten (und übrigens auch mit immer kleinerem Energieaufwand). |
Der Arbeitsspeicher eines Computers bestand in den 1960er Jahren noch aus
Ferrit-Magnetringen, die pro bit (nicht Byte!) mindestens einen Kubikmillimeter Raum beanspruchten.
Der Arbeitsspeicher (RAM) eines heutigen Personal-Computers hat schon mal einige 1000 MByte – und findet bequem auf einigen Steckkarten im PC-Gehäuse Platz. Wollte man ihn als Magnetkern-Speicher bauen, so hätte dieser die Größe eines Würfels mit einer Kantenlänge von mehreren Metern! Die enorme Miniaturisierung führte unter anderem auch zu einer starken Dezentralisierung (die übrigens von manchen Großcomputer-Herstellern regelrecht "verschlafen" wurde). b) Energietechnologie In der Energietechnologie setzen die physikalischen Naturgesetze Grenzen, welche die Informatik nicht in derselben Unüberwindbarkeit kennt. Soll eine bestimmte elektrische Leistung durch Generatoren, Transformatoren und Motoren erzeugt, umgewandelt respektive genutzt werden, so braucht es dazu pro Kilowatt eine bestimmte Menge an Kupfer (als elektrischer Leiter) und Eisen (als "magnetischer Leiter"), die nicht unterschritten werden kann. |
Auch in der modernen Halbleitertechnologie muss das dazu verwendete Silizium je nach
elektrischer Spannung eine Mindestdicke, je nach elektrischer Stromstärke
einen Mindest-Querschnitt aufweisen; insgesamt also ein Mindestvolumen
proportional zur elektrischen Leistung. Weiter weisen Brenn- und Treibstoffe einen beschränkten Energieinhalt pro Volumen auf. Bei nuklearen Energieträgern ist er zwar um viele Größenordnungen höher, aber die nachgeschaltete Technologie (Turbine und Generator) von Kernkraftwerken unterliegt den gleichen Gesetzmäßigkeiten wie bei den übrigen thermischen Kraftwerken. Jede Neu- und Umgestaltung von Anlagen zur Energieversorgung und −verteilung ist also zwangsläufig mit einem Mindesteinsatz materieller Werkstoffe verbunden, der sich aus physikalischen Gründen nicht mehr nennenswert verringern lässt. Deren Produktion braucht – auch wenn die Rohstoffe dazu vorhanden sind – Zeit. Dennoch wird im Zusammenhang mit den erneuerbaren Energieressourcen wohl eine deutliche Dezentralisierung einsetzen. |