Max Blatter  –  Die persönliche Ecke


Politik

Wer sich mit Energieressourcen auseinandersetzt, kann das noch so wissenschaftlich und "objektiv" tun: Er oder sie kommt dennoch ganz persönlich mit der Politik in Berührung. Es war und ist für mich wichtig, vor welchem Hintergrund das geschieht.

Offenheit und Toleranz

Seit Erlangen des Stimmrechts (damals noch mit 20 Jahren) war ich parteipolitisch offen für verschiedenste Richtungen. Mein Wahlzettel war in der Regel die freie Liste, auf der ich Kandidatinnen und Kandidaten zumindest aller Regierungsparteien aufführte. Später kamen "Grüne" dazu, auch wenn die Grüne Partei nicht in der Regierung vertreten war.

Energiepolitik soll grün sein ...

Als ich tatkräftig bei der Kampagne der Solarrappen-Abstimmung im Jahre 2000 mitwirkte, war ich von der ablehnenden Haltung der bürgerlichen Parteien, vorab der →FDP, enttäuscht. Ich versprach damals einem Exponenten der Grünen, dass ich bei einer Ablehnung des Solarrappens der Grünen Partei beitreten würde. Noch im Herbst 2000 löste ich dieses Versprechen ein.

... aber auch liberal ...

Ich war in dieser Zeit auch Mitglied des Bundesvorstandes der Schweizerischen Vereinigung für Sonnenenergie (SSES). Der damalige Präsident, Lucien Keller, sprach mir jeweils aus dem Herzen, wenn er sagte: "On n'est pas contre (le nucléaire), mais pour (le solaire)." – Leider engagierten sich die Grünen im Gegensatz dazu für die Neuauflage der AKW-Moratoriums- und Ausstiegsinitiativen. Dies führte 2003 zu meinem Austritt aus der Grünen Partei.

... also "grünliberal"?

Als im Jahre 2007 eine Sektionsgründung der →Grünliberalen im Kanton Baselland angestrebt wurde, nahm ich an einer ersten Versammlung teil. Leider erwies sich, dass die Grünliberalen in den Fragen der Energie- und Umweltpolitik die Haltung der Grünen Partei übernahmen und zementierten (beispielsweise die kategorische Ablehnung der Kernenergie, die sogar in den Leitlinien der Partei verankert ist). Liberale Ansätze gab es nur in den übrigen Themenkreisen. Eine nicht überbrückbare Differenz also gerade in meinem Fachgebiet.

Differenzierte Wahrnehmung von der Mitte aus

In den Jahren 2003/04 hatte ich auf meiner Website die energiepolitischen Papiere der vier damaligen Bundesratsparteien (CVP, FDP, SP und SVP) zusammengestellt. Schon damals fiel mir auf, wie differenziert und fundiert die Aussagen der →CVP waren.

Nach den polarisierenden Parlamentswahlen 2007 war für mich die Zeit reif, einer starken und zukunftsträchtigen Partei der Mitte beizutreten. Die Wahl fiel auf die CVP. Deren klare Positionierung im Zusammenhang mit der Bundesratswahl vom Dezember 2007 bestätigte mir die Richtigkeit dieser Entscheidung.

Ergänzung März 2009: Im Zusammenhang mit den Auseinandersetzungen um die Rolle der Schweiz und anderer Länder als Steuerflucht-Refugien haben gewisse Parlamentarier der CVP Schweiz leider den Anstand gegenüber dem deutschen Finanzminister Steinbrück "vergessen". Als CVP-Mitglied distanziere ich mich von den entsprechenden Äußerungen. – Die Schweiz gehört zu Europa und zur Welt und tut gut daran, dies auch in ihrer Politik zum Ausdruck zu bringen.

Die Partei meiner Wahl:
Christlichdemokratische Volkspartei
Schweiz (CVP)

Weitere mir nahe stehende Parteien:
Grünliberale Partei Schweiz (glp)
Freisinnig-Demokratische Partei Schweiz
(FDP. Die Liberalen)
(Letztere zurzeit nur noch mit Vorbehalten.)